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Samstag, 18 Januar 2025 10:33

Gewalt in Flüchtlingsunterkünften in Brandenburg

Gewalt-Brandenburg Gewalt-Brandenburg pixabay/Foto illustrativ

Die Polizeistatistik zeigt, dass Flüchtlingsunterkünfte in Brandenburg, insbesondere größere Einrichtungen, oft soziale Brennpunkte sind. Dennoch gibt es wirksame Konzepte zur Gewaltprävention, die helfen, Spannungen zu reduzieren und Sicherheit zu schaffen.

Inhaltsverzeichnis:

Maßnahmen zur Gewaltprävention

In der zentral en Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt liegt der Fokus darauf, den Geflüchteten Struktur und Sicherheit zu bieten. Elemente wie gemeinsame Mahlzeiten und Sprachkurse tragen dazu bei, Spannungen zu reduzieren.

Ein zentraler Aspekt der Prävention ist das Screening-Verfahren, das psychische Beeinträchtigungen oder Suchtprobleme frühzeitig erkennt. Psychologen unterstützen die Neuankömmlinge gezielt, um Konflikte zu vermeiden.

Obwohl es zu Konflikten kommt, wie Streitigkeiten um alltägliche Dinge wie Handys oder Alkohol, führen schnelle Interventionen und die Möglichkeit der Verlegung oft zur Entschärfung der Situation.

Gewaltstatistik in Brandenburg

Im Jahr 2023 wurden in Flüchtlingsunterkünften in Brandenburg 120 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung registriert. Im Vergleich zu den 3.837 Fällen landesweit zeigt sich die besondere Herausforderung in diesen Einrichtungen.

Besonders große Unterkünfte verschärfen die Probleme, da sie Stress und Eskalationen fördern. Sebastian Sedlmayr von Unicef Deutschland betont die Notwendigkeit, große Einrichtungen langfristig abzubauen und Geflüchtete in kleinere Einheiten zu verlegen.

Schutzmaßnahmen für bedrohte Geflüchtete

In Eisenhüttenstadt gibt es ein Schutzhaus, das gefährdete Geflüchtete, wie Frauen oder queere Personen, vor Übergriffen schützt. Diese Maßnahme bietet besonders vulnerablen Gruppen Sicherheit.

Bewohner wie Yasser Hlal beschreiben die Einrichtung als sicher. Er lobt die medizinische Versorgung und das respektvolle Verhalten des Personals.

Perspektive für die Zukunft

Die Situation zeigt, dass strukturelle Maßnahmen in Erstaufnahmeeinrichtungen Gewalt reduzieren können. Doch die Herausforderungen sind besonders in kommunalen Unterkünften groß, da diese oft weniger Ressourcen für Prävention haben.

Langfristige Lösungen, wie der Abbau großer Unterkünfte und die Förderung kleinerer Einheiten, könnten die soziale Dynamik positiv beeinflussen.

Quelle: www.globewings.net/de, rbb24.de