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Samstag, 21 September 2024 12:15

Verkehrspolitik in Brandenburg: Pläne der politischen Parteien für die kommende Legislaturperiode

Verkehrspolitik Verkehrspolitik fot: pixabay / illustrativ

Die verkehrspolitischen Ansätze der Brandenburger Parteien für die bevorstehende Legislaturperiode sind umfangreich und decken ein breites Spektrum an Maßnahmen ab. Von der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs über den Ausbau der Infrastruktur für Radfahrer bis hin zur Unterstützung alternativer Antriebe - jede Partei präsentiert eigene Lösungen, um die Mobilität in Brandenburg effizienter, nachhaltiger und zugänglicher zu gestalten.

Verkehrsplanung und Unterstützung aller Verkehrsmittel

Die SPD Brandenburg setzt auf eine integrative Verkehrsstrategie, die alle Verkehrsmittel umfasst und insbesondere auf die Bedürfnisse von Pendlern abzielt. Die Partei strebt eine stündliche Taktung für den ÖPNV an und möchte den Schienenausbau bis 2030 entscheidend vorantreiben. Zudem wird das Deutschlandticket weiterhin gefördert, um es auch Freiwilligendienstleistenden kostenlos zugänglich zu machen.

Widerstand gegen Verbrenner-Verbot und Ausbau der Infrastruktur

Die AfD spricht sich gegen das EU-weite Verbot von Verbrennungsmotoren aus und favorisiert stattdessen einen gleichberechtigten Ausbau von Straße und Schiene. Hierbei sollen ein neuer Landesverkehrsplan und spezielle Sanierungsprogramme für Brücken und Ortsdurchfahrten entwickelt werden. Außerdem wird ein verstärkter Güterverkehr auf Schienen und Wasserstraßen angestrebt.

Förderung von Multimodalität und keine allgemeinen Tempolimits

Die CDU Brandenburg betont die Bedeutung von Straßen und plant ein Sonderprogramm zur Sanierung der schlechtesten Straßenverbindungen. Sie lehnt allgemeine Tempolimits ab und setzt auf variable Geschwindigkeitsbegrenzungen. Darüber hinaus soll die Elektro-Ladeinfrastruktur ausgebaut werden, und jährlich sollen 150 neue öffentliche Ladepunkte entstehen.

Nachhaltige Mobilität und Verkehrswende

Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für eine umfassende Verkehrswende ein, die neben ökologischen auch soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Die Partei fordert eine Mobilitätsgarantie und plant den Ausbau des ÖPNV sowie die Stärkung des regionalen Schienenverkehrs. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Radverkehr und der Vermeidung neuer Straßenbauprojekte.

Soziale Gerechtigkeit und barrierefreier ÖPNV

Die Linke zielt auf eine verbesserte soziale Gerechtigkeit im Verkehrssektor ab und fordert unter anderem ein Sozialticket für 9 Euro. Die Partei möchte eine stündliche Anbindung aller Gemeinden an den ÖPNV sicherstellen und plädiert für den Ausbau von Radwegen sowie die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken.

Vielfältige Ansätze mit gemeinsame Zielen

Obwohl die verkehrspolitischen Strategien der Parteien in Brandenburg differenzieren, verfolgen sie das gemeinsame Ziel, die Mobilität im Bundesland zu verbessern und an moderne Anforderungen anzupassen. Die Pläne reichen von der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und der Infrastruktur bis hin zu spezifischen Maßnahmen für den Güterverkehr und die Elektromobilität.

Quelle: www.patizonet.com/de, rbb24.de