Inhaltsverzeichnis:
- Elon Musk und die Fabrik in Grünheide
- Tesla und die Reduktion von Kohlendioxid
- Kritik an der EMAS-Zertifizierung
- Verantwortung von Politik und EU
Elon Musk und die Fabrik in Grünheide
Vor fast sechs Jahren entschied Elon Musk, eine Tesla-Fabrik in Grünheide im Landkreis Oder-Spree zu errichten. Seit Beginn gibt es Proteste. Dabei stehen konkrete Punkte im Fokus:
- Wasserverbrauch
- Abwasserbehandlung
- Umgang mit Schadstoffen
- Risiko eines Unfalls im Wasserschutzgebiet
Tesla betont, nicht Verursacher, sondern Teil der Lösung von Umweltproblemen zu sein. Das Unternehmen verweist auf Elektroautos, die den CO₂-Ausstoß senken, den Einsatz erneuerbarer Energien in der Produktion sowie Maßnahmen zur Ressourcenschonung.
Tesla und die Reduktion von Kohlendioxid
Das Fachjournal „Environmental Science & Technology“ bestätigte, dass Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern eine deutlich bessere Umweltbilanz aufweisen. Die Fabrik in Grünheide gehört zu den Standorten, die schon heute weitgehend CO₂-frei produzieren. Damit ist Tesla in einigen Bereichen der deutschen Industrie voraus.
Maßnahmen im Detail
- Ersatzpflanzungen für gerodeten Wald
- Bau einer Industriewasserkläranlage zur Senkung des Wasserverbrauchs
- Nutzung von erneuerbaren Energien im Werk
Der erste veröffentlichte Bericht zeigt, dass der Konzern über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus aktiv geworden ist.
Kritik an der EMAS-Zertifizierung
Am Montag wurde das EMAS-Zertifikat offiziell verliehen. Es verpflichtet Tesla zu einem transparenten und komplexen Berichtssystem. Kritik gibt es dennoch, da das Zertifikat ermöglicht, eigene Messstationen zu betreiben, die lediglich extern überprüft werden. Das bedeutet, dass Teile der staatlichen Kontrolle in die Verantwortung des Unternehmens übergehen.
Viele fragen, warum diese Kritik fast ausschließlich Tesla trifft. Denn auch BASF in Schwarzheide, Cemex in Rüdersdorf, Papierfabriken in Eisenhüttenstadt und Schwedt sowie Mercedes Benz in Ludwigsfelde verfügen über EMAS-Zertifikate. Bei ihnen blieb die Diskussion bisher aus.
Verantwortung von Politik und EU
Tesla bewegt sich wie andere Unternehmen im Rahmen der bestehenden Gesetze. Die Regeln für EMAS wurden von der Europäischen Union und der Bundesregierung festgelegt. Wer also das System kritisieren möchte, muss diese Institutionen in den Blick nehmen. Sonst verliert die Debatte ihre Glaubwürdigkeit.
Quelle: RBB24, www.patizonet.com/de