Inhaltsverzeichnis:
- Transport and Environment warnt vor Mercedes-Benz
- Volkswagen, BMW, Stellantis und Renault erreichen Vorgaben
- Emissionsziele und Übergangszeit
- Aussagen von Ola Källenius und Kritik von T&E
- IAA Mobility in München
Transport and Environment warnt vor Mercedes-Benz
Die sogenannten Flottengrenzwerte legen fest, wie viel Kohlendioxid ein Hersteller im Durchschnitt pro Kilometer ausstoßen darf. Laut den Berechnungen von Transport and Environment wird Mercedes-Benz diese Vorgaben voraussichtlich nicht erfüllen. Das Unternehmen müsste sich deshalb auf einen Zusammenschluss mit Konkurrenten verlassen. Pool-Partner wie Volvo Cars und Polestar könnten dabei helfen, Strafzahlungen an die EU zu vermeiden.
Volkswagen, BMW, Stellantis und Renault erreichen Vorgaben
Andere Hersteller stehen besser da.
- BMW liegt mit geschätzten 13 Gramm unter dem Grenzwert.
- Stellantis folgt mit 9 Gramm.
- Volkswagen erreicht den Zielwert mit 1 Gramm Abstand.
- Renault unterschreitet ihn um 2 Gramm.
Grund für diese Entwicklung ist der stark gestiegene Absatz von Elektroautos. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres verkauften die vier Unternehmen deutlich mehr Fahrzeuge mit Batterieantrieb als im Vorjahr.
Emissionsziele und Übergangszeit
Die EU-Vorgaben gelten für einen Zeitraum von drei Jahren. Hersteller dürfen die Ergebnisse ihrer Flotten von 2025 bis 2027 miteinander verrechnen. Ein Defizit in einem Jahr kann durch niedrigere Werte in den Folgejahren ausgeglichen werden. Erst wenn die Ziele am Ende der Übergangszeit weiterhin nicht erreicht werden, drohen hohe Strafen.
Aussagen von Ola Källenius und Kritik von T&E
Mercedes-Chef Ola Källenius forderte kürzlich Änderungen am EU-Verbrennerverbot. Er betonte, dass Hybride und moderne Verbrennungsmotoren weiterhin Teil der Strategie bleiben sollten. Transport and Environment warnte jedoch davor, den Druck zu senken. Geschäftsführer Sebastian Bock verwies auf den steigenden Anteil an E-Autos in Europa und die wachsende Ladeinfrastruktur.
Die Organisation erwartet bis Ende 2025 einen Anteil von 18 Prozent an neuen Zulassungen in der EU. Bis 2027 soll dieser Wert auf 25 Prozent steigen und bis 2030 auf mehr als 55 Prozent anwachsen. Zudem könnten dank sinkender Batteriepreise ab 2027 mindestens 19 Modelle unter 25.000 Euro angeboten werden.
IAA Mobility in München
Morgen eröffnet die IAA Mobility in München. Bis zum 14. September präsentieren über 700 Aussteller ihre neuesten Fahrzeuge und Technologien. Die Messe steht stark im Zeichen der Elektromobilität und der Umsetzung der europäischen Klimaziele.
Quelle: Tagesschau,YouTybe, www.welt.sn2world.com