Inhaltsverzeichnis
- Potsdam, Oranienburg und Cottbus führen bei den Verkaufszahlen
- Kleinmachnow und Teltow mit Spitzenwerten bei Einfamilienhäusern
- Große Spanne bei Eigentumswohnungen und Erstverkäufen
- Gewerbeflächen verlieren an Dynamik
Potsdam, Oranienburg und Cottbus führen bei den Verkaufszahlen
Im Jahr 2023 wurden in Brandenburg wieder mehr Kaufverträge abgeschlossen. Die Anzahl der Verkäufe und die Umsätze legten deutlich zu. Hauptgründe dafür sind laut Innenstaatssekretär Frank Stolper ein gestärktes Vertrauen in Immobilien als Geldanlage sowie eine leichte Entspannung bei Zinsen und Baukosten.
Am meisten Grundstücke wurden in Potsdam, Oranienburg und Cottbus verkauft. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für unbebaute Grundstücke stieg im Landesdurchschnitt auf 212 Euro. Dabei zeigt sich ein starker regionaler Unterschied:
- Potsdam: fast 500 Euro/m²
- Berliner Umland: 316 Euro/m² (−7 % zum Vorjahr)
- Berlin-ferne Regionen: 103 Euro/m² (+11 %)
Diese Entwicklung verringert die Preisdifferenzen zwischen den Randlagen der Hauptstadtregion und ländlicheren Gegenden.
Kleinmachnow und Teltow mit Spitzenwerten bei Einfamilienhäusern
Der Durchschnittspreis für bebaute Grundstücke mit Ein- oder Zweifamilienhäusern lag bei 367.000 Euro. Deutlich höher war der Wert im Berliner Umland mit 492.000 Euro. In entfernteren Regionen dagegen zahlte man im Schnitt 248.000 Euro.
Die teuersten Verkäufe fanden in Kleinmachnow (968.000 Euro), Teltow (716.000 Euro) und Glienicke/Nordbahn (652.000 Euro) statt. Am günstigsten waren Häuser in:
- Welzow: 79.500 Euro
- Hohenleipisch: 94.000 Euro
- Putlitz: 113.000 Euro
Die Preisunterschiede sind erheblich, je nach Lage und Infrastruktur.
Große Spanne bei Eigentumswohnungen und Erstverkäufen
Eigentumswohnungen kosteten im Schnitt 404.000 Euro. Das bedeutet einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark differierten jedoch die Quadratmeterpreise beim Erstverkauf:
- Rangsdorf: 8.969 Euro/m²
- Potsdam: 7.590 Euro/m²
- Schipkau: 817 Euro/m²
- Spremberg und Wittstock/Dosse: je 1.110 Euro/m²
Die Preise zeigen die hohe Bedeutung der Lage. Urbanisierte Gebiete mit besserer Anbindung verzeichnen durchweg höhere Werte.
Gewerbeflächen verlieren an Dynamik
Bei Gewerbebauland gingen sowohl die Anzahl der Kaufverträge als auch der Umsatz zurück. Die Preisspanne war groß:
- Niedrigster Wert: 4 Euro/m² in abgelegenen Regionen
- Höchster Wert: 1.200 Euro/m² nahe Flughafen BER
Auch in der Landwirtschaft gab es leichte Preisbewegungen:
- Ackerland: 1,17 Euro/m² (+0,06 Euro)
- Grünland: 0,83 Euro/m² (+0,02 Euro)
Der Vorsitzende des Obersten Gutachterausschusses, Wilk Mroß, erwartet weiterhin steigende Bodenpreise. Die Zahlen bestätigen eine neue Phase des Wachstums für den brandenburgischen Grundstücksmarkt.
Quelle: RBB24