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Dienstag, 03 Februar 2026 09:58

Verdächtige Vorfälle in Berliner Kliniken

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Berliner Kliniken. Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Berliner Kliniken. Foto: Pexels / Lizenz: Pexels

Seit mehreren Monaten registrieren Berliner Krankenhäuser eine wachsende Zahl ungewöhnlicher Sicherheitsereignisse. Betroffen sind Gebäude, IT-Systeme und offene Klinikgelände. Sicherheitsbehörden prüfen Zusammenhänge mit hybriden Bedrohungen. Klinikbetreiber sprechen von steigenden Risiken für die kritische Infrastruktur. Ergänzend verweisen Experten auf wirksamen Schutz vor neuen Bedrohungen im digitalen Raum.

Inhaltsverzeichnis

Berliner Krankenhausgesellschaft und Bundeskriminalamt

Die Berliner Krankenhausgesellschaft meldet eine Häufung unerklärlicher Vorfälle. Dazu zählen Cyberangriffe, Drohnenüberflüge, aufgebrochene Türen und unbefugte Personen in sensiblen Bereichen. Nach Angaben der Berliner Krankenhausgesellschaft stufen Verfassungsschutzbehörden einzelne Ereignisse als mögliche Aktionen hybrider Kriegsführung ein. Das Bundeskriminalamt ordnet Sabotagen an Kliniken grundsätzlich dem Spektrum hybrider Bedrohungen zu.

Bundesamt für Verfassungsschutz und Russland

Das Bundesamt für Verfassungsschutz sieht hinter Angriffen auf die IT-Infrastruktur zunächst Cyberkriminelle. Diese nutzen Ransomware, um Daten zu verschlüsseln und Lösegeld zu fordern. Substantielle Belege für direkte Aufträge russischer Geheimdienste liegen laut Behörde bislang nicht vor. Gleichzeitig verdichten sich Hinweise, dass Russland kriminelle Hackergruppen zunehmend in hybride Kriegsführung einbindet. Die Auswahl der Opfer lasse eine staatliche Beteiligung möglich erscheinen. In diesem Zusammenhang wird auch auf Server-Hardware als kritischen Faktor für IT-Sicherheit verwiesen.

Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Marc Schreiner

Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres warnt vor einer steigenden abstrakten Gefährdungslage. Genannt werden linksextremistische Sabotage sowie Spionage fremder Nachrichtendienste. BKG-Chef Marc Schreiner erklärte, Berliner Kliniken stünden aufgrund der geopolitischen Lage der Hauptstadt besonders im Fokus möglicher Spionage und Sabotage. Konkrete Einrichtungen nennt die BKG aus Sicherheitsgründen nicht. Die Kliniken wurden jedoch gezielt sensibilisiert, auch vor dem Hintergrund zunehmender Belastungen in Berliner Notaufnahmen.

Vivantes, Charité und Bundeswehrkrankenhaus Berlin

Mehrere Vorfälle verdeutlichen die Risiken. Im November kam es vor dem Vivantes Klinikum in Buckow zu einer Explosion. Wenige Stunden später brannte es am Eingang der Charité an der Invalidenstraße. Beide Male waren Bereiche zur Behandlung von Krebspatienten betroffen. Der Staatsschutz ermittelte wegen des Verdachts einer politisch motivierten Brandstiftung. Im Sommer wurden im Bundeswehrkrankenhaus Berlin-Mitte innerhalb eines Monats sechs Brände gelegt, überwiegend im Kellerbereich.

Deutsche Krankenhausgesellschaft und Sicherheitsstudie

Eine Studie im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft identifiziert erhebliche Sicherheitslücken. Die Kosten für empfohlene Maßnahmen belaufen sich bundesweit auf 2,7 Milliarden Euro sowie 670 Millionen Euro jährliche Betriebskosten. Vorgeschlagen werden kontrollierte Zugangsbereiche, Identifikationssysteme, Kameras, Notstromaggregate für 72 Stunden sowie gesicherte Wasser- und Sauerstoffversorgung. Auch die IT gilt als verwundbar. Doppelte Rechenzentren, vom Netz getrennte Datensicherungen und alternative Kommunikationswege werden empfohlen.

Cyberangriffe in Düsseldorf und Berlin

Die Folgen solcher Angriffe sind dokumentiert. Im Jahr 2020 legte ein Ransomware-Angriff das Universitätsklinikum Düsseldorf lahm. 13 Tage lang konnten keine Rettungswagen anfahren. Im Oktober 2024 traf es die Johannesstift Diakonie in Berlin. Große Teile der IT fielen aus. Notfallpläne traten in Kraft. Behörden wurden eingeschaltet. Datensicherungen aktiviert.

Internationale Fälle und ENISA

Auch international häufen sich Angriffe. Im Juni 2024 wurde der Londoner Pathologie-Dienst Synnovis durch Ransomware lahmgelegt. 10.000 Termine wurden abgesagt. Mindestens ein Todesfall wurde Medien zufolge mit dem Angriff in Verbindung gebracht. Die europäische Agentur ENISA meldete DDoS-Attacken auf Kliniken in den Niederlanden, Dänemark, Schweden und Spanien. Im März 2025 wurde eine Klinik in Krakau betroffen.

Nach Angaben der Berliner Krankenhausgesellschaft müssen Kliniken nun praxistaugliche Notfall- und Schutzkonzepte entwickeln und diese mit Sicherheitsbehörden abstimmen. Ziel ist es, die Resilienz gegenüber Cyberangriffen, Sabotage und Spionage spürbar zu erhöhen.

Überprüfen Sie die Standorte der Krankenhäuser in Berlin auf Google Maps:

Karte: Google Maps / Standorte der Krankenhäuser 

FAQ

Welche Vorfälle melden Berliner Krankenhäuser seit Monaten?

Gemeldet werden unter anderem Cyberangriffe, Drohnenüberflüge über Klinikgelände, aufgebrochene Türen, unbefugte Personen in sensiblen Bereichen sowie Brandanschläge.

Was sagt das Bundesamt für Verfassungsschutz zu Ransomware-Angriffen auf Kliniken?

Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht zunächst von Cyberkriminellen aus, die mithilfe von Ransomware Daten verschlüsseln, um Geld zu erpressen, und sieht bislang keine substantiellen Belege für Aufträge russischer Geheimdienste.

Welche Rolle spielt Russland laut Verfassungsschutz in der hybriden Kriegsführung?

Nach Angaben des Verfassungsschutzes verdichten sich Hinweise, dass Russland kriminelle Hackergruppen immer häufiger in hybride Kriegsführung einbindet, wodurch die Grenze zwischen Cyberspionage und Cyberkriminalität unschärfer wird.

Welche konkreten Vorfälle gab es bei Vivantes und der Charité?

Im November kam es zu einer Explosion vor dem Vivantes Klinikum in Buckow, und wenige Stunden später brannte es am Eingang der Charité an der Invalidenstraße; in beiden Fällen waren Bereiche zur Behandlung von Krebspatienten betroffen und der Staatsschutz ermittelte wegen des Verdachts politisch motivierter Brandstiftung.

Welche Kosten nennt die Studie im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft?

Die Studie beziffert die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen bundesweit auf 2,7 Milliarden Euro sowie zusätzliche Betriebskosten von 670 Millionen Euro pro Jahr.

Welche Sicherheitsmaßnahmen empfiehlt die Studie für Klinikgelände und Gebäude?

Empfohlen werden unter anderem verschließbare Zugangsbereiche mit kontrollierbaren Türen, Identifikationssysteme wie digitale Mitarbeiterausweise mit Kartenlesern sowie Kameras, um Intensivstationen, Operationssäle und die Zentrale Notaufnahme vor unbefugtem Betreten zu schützen.

Welche Vorgaben macht die Studie zur technischen Versorgung im Ernstfall?

Die Studie empfiehlt große Wasser- und Sauerstofftanks mit Kapazitäten von bis zu 72 Stunden sowie Notstromaggregate, die ebenso lange halten sollen.

Welche Folgen hatte der Angriff auf das Universitätsklinikum Düsseldorf im Jahr 2020?

Nach dem Ransomware-Angriff konnte das Universitätsklinikum Düsseldorf 13 Tage lang nicht von Rettungsdiensten angefahren werden.

Was geschah bei der Johannesstift Diakonie in Berlin im Oktober 2024?

Unbekannte kappten den Zugriff auf einen Großteil der IT-Systeme, Notfallpläne griffen, Datensicherungen wurden aktiviert, Ersatzsysteme hochgefahren, ein Krisenteam koordinierte die Lage und Behörden sowie Polizei wurden eingeschaltet.

Welche internationalen Beispiele werden genannt?

Genannt werden der Ransomware-Angriff auf den Londoner Pathologie-Dienst Synnovis im Juni 2024 mit 10.000 abgesagten Terminen, DDoS-Attacken auf Krankenhäuser in den Niederlanden, Dänemark, Schweden und Spanien sowie ein Vorfall an einer Klinik in Krakau im März 2025.

Quelle: TAGESSCHAU, RBB24, MILEKCORP

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