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Montag, 04 August 2025 15:42

Söder fordert Kürzung des Bürgergelds für ukrainische Flüchtlinge

Söder will Bürgergeld für Ukrainer streichen. Söder will Bürgergeld für Ukrainer streichen. Foto: Redaktion

Der Vorschlag von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sorgt für scharfe Debatten in Berlin. Hintergrund ist die finanzielle Belastung durch Bürgergeldzahlungen, die im Jahr 2023 rund 47 Milliarden Euro betrugen. Über 6 Milliarden Euro davon gingen an Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Söder fordert nun eine vollständige Reform: Ukrainerinnen und Ukrainer sollen kein Bürgergeld mehr erhalten – unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Einreise.

Inhaltsverzeichnis:

Markus Söder fordert neue Regeln für Ukrainer

Der CSU-Chef möchte, dass alle ukrainischen Kriegsflüchtlinge vom Bürgergeld ausgeschlossen werden. In einem Fernsehinterview betonte er, dies solle auch für bereits eingereiste Personen gelten. Die wirtschaftliche Lage in Europa habe sich verändert, so Söder. Neue Herausforderungen wie US-Zölle auf europäische Importe machten Anpassungen notwendig. Die Maßnahme soll seiner Meinung nach nicht nur zukünftige, sondern auch derzeitige Flüchtlinge betreffen.

Derzeit erhalten ukrainische Flüchtlinge in Deutschland mehr staatliche Unterstützung als Asylbewerber. Sie dürfen ohne Einschränkungen arbeiten und haben Zugang zur Krankenversicherung. Seit 2022 erhalten sie Bürgergeld – mit dem Ziel, die Integration zu beschleunigen. Die Bundesregierung übernahm dadurch die Kosten, um Länder und Kommunen zu entlasten.

Unterschiede zwischen Bürgergeld und Asylbewerberleistungen

Der finanzielle Unterschied zwischen den beiden Unterstützungsarten ist erheblich. Bürgergeld für eine alleinstehende erwachsene Person liegt bei 563 Euro monatlich. Ein alleinstehender Asylbewerber erhält 441 Euro – teils als Sachleistung. Der Unterschied beträgt rund 22 %. Asylbewerber erreichen erst nach drei Jahren ein ähnliches Leistungsniveau wie Bürgergeldempfänger.

Im Jahr 2023 stieg die Gesamtmenge der Bürgergeld-Ausgaben um 4 Milliarden Euro. Die gestiegenen Regelsätze sowie der Zustrom von Geflüchteten, besonders aus der Ukraine, waren Hauptgründe. Mehr als 6 Milliarden Euro entfielen allein auf ukrainische Staatsangehörige.

1,26 Millionen Ukrainer in Deutschland

Laut Mediendienst Integration lebten zuletzt rund 1,26 Millionen ukrainische Kriegsflüchtlinge in Deutschland. Über 60 % der Erwachsenen sind Frauen. Etwa ein Drittel der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. In der Regel flohen Frauen mit ihren Kindern – Männer im wehrpflichtigen Alter dürfen die Ukraine nicht verlassen.

Die Einreisen dauern an. Jeden Monat kommen mehrere Tausend neue Kriegsflüchtlinge. Die Integrationslage ist komplex. Derzeit haben über 300.000 Ukrainer in Deutschland einen Job. Die Beschäftigungsquote liegt laut Bundesagentur für Arbeit bei etwa einem Drittel. Viele Hürden bleiben.

Gründe für langsame Integration:

  • Mangelhafte Deutschkenntnisse
  • Schwierige Anerkennung von Berufsabschlüssen
  • Fehlende Kinderbetreuung
  • Geringe Motivation bei hohem Bürgergeld

Besonders die Höhe der Sozialleistungen gilt als Hinderungsgrund für eine schnelle Arbeitsaufnahme.

Gemischte Reaktionen auf Söders Vorschlag

Der Vorschlag Söders stößt auf deutliche Kritik – aber auch auf Zustimmung. Die SPD lehnt ihn entschieden ab. Dirk Wiese, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, warnt vor wachsender Bürokratie. Die Maßnahme sei ineffizient und belaste die Kommunen zusätzlich.

Dennis Radtke (CDU), Chef des Arbeitnehmerflügels CDA, sieht im Vorschlag Symbolpolitik. Auch er warnt vor unnötiger Schärfe. Dennoch erhält Söder Rückhalt – unter anderem von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der gleiche Bedingungen für alle fordert.

Thorsten Frei (CDU), Kanzleramtschef, zeigt sich offen für Änderungen. Deutschland sei im internationalen Vergleich besonders großzügig. Eine Diskussion über Anpassungen des Koalitionsvertrags sei nötig.

Die schwarz-rote Koalition plant bereits Reformen. Laut Koalitionsvertrag sollen Geflüchtete aus der Ukraine, die nach dem 1. April 2025 einreisen, kein Bürgergeld mehr erhalten. Stattdessen sollen sie Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz beziehen. Eine rückwirkende Regelung, wie von Söder gefordert, ist bislang nicht vorgesehen.

Herausforderungen für Politik und Gesellschaft

Die Forderung Söders bringt eine zentrale Frage zurück in den Fokus: Wie soll Deutschland künftig mit Geflüchteten umgehen, insbesondere aus der Ukraine? Die Diskussion zeigt die Spannungen zwischen humanitärer Verantwortung und ökonomischer Realität.

Wichtige Fakten im Überblick:

  • 47 Milliarden Euro Bürgergeld wurden 2023 ausgezahlt
  • 6 Milliarden Euro gingen an ukrainische Flüchtlinge
  • 1,26 Millionen Ukrainer leben derzeit in Deutschland
  • Etwa ein Drittel ist beruflich integriert
  • Bürgergeld: 563 Euro, Asylbewerberleistung: 441 Euro

Die Bundesregierung steht unter Druck, Lösungen zu finden, die Integration fördern und gleichzeitig die Haushaltslage berücksichtigen. Die kommenden Monate dürften entscheidend sein.

Quelle: Berliner Morgenpost, www.extratimeout.com/de

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