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Berliner Kulturkonferenz
Die Berliner Kulturkonferenz ist nach eigenen Angaben das größte Bündnis der Berliner Kulturverbände. Sie bündelt Interessen zahlreicher Organisationen. Ihr Hauptziel besteht darin, konkrete Vorschläge für ein Kulturfördergesetz zu erarbeiten. Das Bündnis startete im April 2025 ein formelles Beteiligungsverfahren. Finanziert wird dieses durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Beteiligt sind viele Akteure. Die Struktur ist breit angelegt. Inhalte entstehen gemeinschaftlich. Der Fokus liegt auf praktikablen Lösungen für die Kulturpraxis. Vergleichbare zivilgesellschaftliche Mobilisierungen gab es zuletzt auch bei großen Veranstaltungen wie dem Berliner Christopher Street Day.
CDU und SPD Berlin
CDU und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, ein Kulturfördergesetz auf den Weg zu bringen. Diese Zusage bildet den politischen Rahmen der aktuellen Debatte. Die nun vorgelegte Publikation knüpft daran an. Laut Kulturkonferenz entstanden die Beiträge unter dem Eindruck der jüngsten Einsparvorgaben im Kulturhaushalt.
Die Fachgruppen reagieren mit klaren Forderungen. Sie benennen Defizite. Sie formulieren konkrete Maßnahmen. Dazu zählen Mindesthonorare. Ebenso geht es um ausreichend Arbeits- und Präsentationsräume für Künstlerinnen und Künstler. Weitere politische Positionierungen der Partei finden sich mehr hier.
Kulturetat Berlin
Insgesamt müsse der Kulturetat von momentan rund zwei auf drei Prozent des Berliner Gesamthaushalts steigen. Diese Forderung ist Teil der Publikation. Ergänzend werden neue Kulturorte benannt. Gefordert werden ein Haus für den Tanz sowie ein Haus für die freie Musikszene.
Die Argumentation ist sachlich. Sie bezieht sich auf bestehende Strukturen. Ziel ist ein verlässlicher Rahmen. Dieser soll gemeinsam entwickelt werden. Er soll langfristig wirken.
15 Fachgruppen
Die Texte erarbeiteten 15 Fachgruppen mit mehr als 120 Beteiligten. Sie decken übergreifende Themen ab. Dazu zählen Räume für Kunst und Kultur. Andere Gruppen konzentrieren sich auf einzelne Sparten. Genannt werden Literatur, Musik und Bildende Kunst.
Die Publikation gilt als Zwischenschritt. Sie soll den Weg zu einem Kulturfördergesetz ebnen. Die Berliner Kulturkonferenz ordnet die Ergebnisse in einen längerfristigen Prozess ein. Weitere Schritte sind vorgesehen.
Wichtige Eckpunkte im Überblick
- Start des Beteiligungsverfahrens im April 2025
- Mehr als 120 Beteiligte aus 15 Fachgruppen
- Forderung nach Mindesthonoraren und zusätzlichen Räumen
- Anhebung des Kulturetats auf drei Prozent
Weitere Informationen finden sich bei der Berliner Kulturkonferenz unter
https://kulturkonferenz.berlin
FAQ
Was ist das Ziel des geplanten Kulturfördergesetzes in Berlin?
Ziel ist die Schaffung eines verlässlichen rechtlichen Rahmens für die Förderung von Kunst und Kultur sowie die soziale Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden in Berlin.
Welche Rolle spielt die Berliner Kulturkonferenz?
Die Berliner Kulturkonferenz bündelt als größtes Netzwerk der Berliner Kulturverbände die Interessen der Kulturszene und erarbeitet konkrete Vorschläge für ein Kulturfördergesetz.
Wann begann das Beteiligungsverfahren der Kulturkonferenz?
Das Beteiligungsverfahren startete im April 2025 und wird durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.
Welche Forderungen stellen die beteiligten Fachgruppen?
Die Fachgruppen fordern unter anderem Mindesthonorare, ausreichend Arbeits- und Präsentationsräume sowie eine strukturelle Stärkung der kulturellen Infrastruktur.
Wie viele Fachgruppen und Beteiligte waren an der Publikation beteiligt?
An der Erarbeitung der Texte waren 15 Fachgruppen mit mehr als 120 Beteiligten aus verschiedenen Kulturbereichen beteiligt.
Welche finanzielle Änderung wird für den Berliner Kulturetat gefordert?
Gefordert wird eine Erhöhung des Kulturetats von derzeit rund zwei auf drei Prozent des Berliner Gesamthaushalts.
Welche neuen Kulturorte werden vorgeschlagen?
Vorgeschlagen werden ein Haus für den Tanz sowie ein Haus für die freie Musikszene als zusätzliche Kulturorte in Berlin.
Quelle: TAGESSCHAU, SN2 WORLD