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Sonntag, 06 Oktober 2024 10:30

Die Ausbreitung der Blauzungenkrankheit in Brandenburg

Rinder Rinder pixabay / Foto illustrativ

Die Blauzungenkrankheit, eine Viruserkrankung, die hauptsächlich Rinder und Schafe betrifft, breitet sich zunehmend in Brandenburg und ganz Deutschland aus. Während die Krankheit für den Menschen ungefährlich ist, führt sie bei betroffenen Tieren zu erheblichem Leid und wirtschaftlichen Verlusten.

Aktuelle Zahlen und betroffene Gebiete

In Brandenburg wurden bislang 94 Fälle der Blauzungenkrankheit nachgewiesen, wobei 73 Fälle Rinder und 21 Fälle Schafe betreffen. Das Brandenburger Verbraucherschutzministerium meldet, dass sich die Krankheit von West nach Ost weiter ausbreitet und nun alle Bundesländer erreicht hat. Die Regionen Uckermark und Märkisch-Oderland sind bisher noch nicht betroffen. Dies stellt eine bedeutsame Verschlechterung der Situation dar, da bereits ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen ist.

Übertragung und Symptome

Das Virus, bekannt unter dem Serotyp 3 (BTV-3), wird durch bestimmte Mückenarten übertragen und verursacht starke Symptome bei den infizierten Tieren. Trotz der Übertragung durch Mücken können Fleisch, Milch und Milchprodukte von betroffenen Rindern, Schafen und Ziegen ohne Bedenken konsumiert werden, da das Virus für den Menschen ungefährlich ist.

Präventionsmaßnahmen und staatliche Unterstützung

Tiere können durch eine Impfung vor den schwersten Symptomen der Blauzungenkrankheit geschützt werden. Das Brandenburger Verbraucherschutzministerium fördert die freiwillige Impfung von Nutztieren, indem es Zuschüsse für den Impfstoff und die Durchführung der Impfung durch die Tierseuchenkasse anbietet. Voraussetzung für die Förderung ist die Registrierung der geimpften Tiere in der HIT-Datenbank und die vollständige Bezahlung der Beiträge zur Tierseuchenkasse.

"Die Blauzungenkrankheit breitet sich von Westen in Richtung Osten weiter aus und hat alle Bundesländer erreicht", erläuterte ein Sprecher des Ministeriums.

Die aktuellen Maßnahmen und die Ausbreitung der Krankheit zeigen die Dringlichkeit, weiterhin sowohl präventive als auch reaktive Schritte zu unternehmen, um die Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Tiergesundheit in Brandenburg und darüber hinaus zu minimieren.

Quelle: www.welt.sn2world.com, rbb24.de